Abrostine
Die Bezeichnung Abrostine wird in der Fachliteratur überwiegend als Synonym, Klon oder Biotyp der seltenen toskanischen Rebsorte Abrusco verwendet. Abrusco zählt zu den historischen autochthonen Rotweinsorten der Toskana und war lange Zeit vor allem als Verschnittpartner geschätzt. Dank ihrer intensiven Farbkraft und ihrer strukturbildenden Eigenschaften wurde die Sorte traditionell genutzt, um Sangiovese-basierte Weine zu ergänzen.
Beschreibung
Abrostine ist ein traditioneller Rebenname aus der Toskana, der heute meist mit der Rebsorte Abrusco gleichgesetzt wird. Die Sorte gehört zu den historischen Rotweinsorten Mittelitaliens und wurde über Jahrhunderte hinweg vor allem als Bestandteil von Cuvées verwendet. Besonders geschätzt wurde ihre Fähigkeit, Weinen mehr Farbtiefe, Struktur und Würze zu verleihen. Im Gegensatz zu bekannten Sorten wie Sangiovese spielte Abrusco selten die Hauptrolle im Weinberg. Stattdessen diente sie häufig dazu, die Eigenschaften anderer Rebsorten zu ergänzen. Die Weine gelten als farbintensiv, tanninbetont und strukturiert. Reinsortige Abfüllungen sind selten und stammen meist von Erzeugern, die sich dem Erhalt historischer Rebsorten widmen. Da die Quellenlage zu Abrostine selbst begrenzt ist, werden viele Informationen aus Forschung und Literatur zu Abrusco abgeleitet. Die heute noch vorhandenen Bestände befinden sich überwiegend in der Toskana, wo die Sorte als Teil des regionalen Weinbauerbes gilt.
Rebsorten-Steckbrief
- Farbe
- rot
- Herkunftsland
- Italien
- Herkunftsregion
- Toskana
- Erste Erwähnung
- vor 1600 als Abrostino erwähnt
- Entstehung
- Keine gesicherte Angabe; Abrostine wird überwiegend als Synonym, Klon oder Biotyp von Abrusco betrachtet.
- Typischer Stil
- Farbintensiver, strukturbetonter toskanischer Rotwein beziehungsweise Verschnittpartner mit würziger Ausprägung und dunkler Frucht.
Herkunft & Besonderheiten
Abrostine beziehungsweise Abrusco ist eine historische rote Rebsorte aus der Toskana. Sie wurde traditionell genutzt, um Sangiovese-basierten Weinen zusätzliche Farbe, Struktur und Würze zu geben. Heute ist sie selten und wird vor allem im Kontext der Erhaltung autochthoner toskanischer Sorten beschrieben.
Die wichtigste Besonderheit ist die starke Farbkraft. Deshalb wurde die Sorte historisch eher ergänzend in Cuvées eingesetzt als als eigenständige Hauptsorte.
Weinprofil
Frucht
Würze
Anbau, Klima & Boden
- Reifezeitpunkt
- mittel reifend; in toskanischen Beschreibungen zwischen früh reifendem Ciliegiolo und später reifendem Sangiovese eingeordnet
Geeignete Klimazonen
Anbaugebiete & Zahlen
Wichtige Regionen
- Wichtigste Länder
- Italien
Weinbereitung & Genuss
Geeignet für
- Rotwein-Cuvées
- farbverstärkende Verschnitte
- seltene reinsortige Rotweine
Ausbau
- Rotweinausbau
- Fassausbau bei hochwertigen reinsortigen Beispielen
Bekannte Weine
- Le Tre Stelle Abrusco Agino
- Tuscan Soul Abrusco
Bekannte Weingüter
- Le Tre Stelle
- Tuscan Soul Winery
Wissenswertes
Abrostine sollte redaktionell vor allem als historischer Name beziehungsweise Synonym zu Abrusco verstanden werden. Eigenständige Daten zu Abrostine sind selten; viele belastbare Informationen liegen unter Abrusco vor.
Häufige Fragen
Was ist Abrostine?
Abrostine ist ein historischer Rebenname, der heute meist als Synonym oder Biotyp der toskanischen Rebsorte Abrusco betrachtet wird.
Ist Abrostine dasselbe wie Abrusco?
In den meisten Fachquellen wird Abrostine als Synonym, Klon oder eng verwandter Biotyp von Abrusco geführt.
Woher stammt Abrostine?
Die Sorte beziehungsweise ihr historischer Rebenname stammt aus der Toskana in Italien.
Wie schmecken Weine aus Abrostine beziehungsweise Abrusco?
Die wenigen dokumentierten Weine gelten als farbintensiv, strukturiert und tanninbetont, oft mit würzigen und dunkelfruchtigen Anklängen.
Wird Abrostine heute noch angebaut?
Ja, allerdings nur in sehr kleinen Beständen. Die Sorte gehört zu den seltenen historischen Rebsorten der Toskana.