Bierlexikon

Lichtgeschmack und Zwiebelnote unterscheiden

Zwiebel-, Knoblauch- und catty-artige Noten können aus Hopfenölen, Hefestoffwechsel, Alterung oder anderen Schwefelverbindungen stammen. Auch MBT kann in bestimmten Matrices knoblauchartig wirken. Deshalb darf eine Zwiebelbeschreibung nicht automatisch als Lichtschaden klassifiziert werden. Die Diag...

Zwiebel-, Knoblauch- und catty-artige Noten können aus Hopfenölen, Hefestoffwechsel, Alterung oder anderen Schwefelverbindungen stammen. Auch MBT kann in bestimmten Matrices knoblauchartig wirken. Deshalb darf eine Zwiebelbeschreibung nicht automatisch als Lichtschaden klassifiziert werden. Die Diagnose prüft, ob die Note mit Hopfensorte und Gabe, mit Gärung oder mit Lichtexposition zusammenfällt. Rückstellprobe, Rohstoffvergleich und definierter Expositionsversuch liefern komplementäre Belege. Ein Panel sollte die Deskriptoren vor der Prüfung abstimmen und zusätzlich die Intensität dokumentieren. Rohstoffchargen und Stopfzeitpunkt gehören in das Ursachenprotokoll. Erst das Muster über mehrere Proben erlaubt eine belastbare Zuordnung.

Für eine belastbare Bewertung bleiben eine chargengleiche Kontrollprobe, dokumentierte Expositionsbedingungen, mindestens eine Wiederholung und ein nachvollziehbares sensorisches Prüfergebnis erforderlich.

Prüfhinweis: Zwiebel-, Knoblauch- und catty-artige Eindrücke mit dem Schwefel- und Hopfenlexikon sowie der dokumentierten Expositionsgeschichte abgleichen.

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