Pinot Noir
Pinot Noir ist eine rote Rebsorte aus dem Burgund und zählt zu den traditionsreichsten europäischen Keltertrauben. Sie bildet kleine, kompakte Trauben mit dünnhäutigen Beeren und kann unter geeigneten Bedingungen langlebige Rotweine von großer Finesse, Intensität und aromatischer Komplexität hervorbringen. Zugleich dient sie als hochwertige Grundweinsorte für Schaumwein. Ihr Stil reagiert besonders deutlich auf Herkunft und Klima: Das Spektrum reicht von eleganten, frisch wirkenden Weinen bis zu kräftigeren, strukturierten Ausprägungen. Die Sorte reift früh, bevorzugt gemäßigte Klimazonen und verlangt wegen Krankheitsanfälligkeit, Hitzeempfindlichkeit und enger Ertragsführung große Sorgfalt im Weinberg.
Rebsorten-Steckbrief
- Farbe
- rot
- Herkunftsland
- Frankreich
- Herkunftsregion
- Burgund
- Erste Erwähnung
- 1375 als Pinot Noir oder Plant Fin im Burgund schriftlich belegt
- Typischer Stil
- Je nach Herkunft elegante bis strukturierte Rotweine mit heller bis mittlerer Farbtiefe, feiner Tanninstruktur und ausgeprägter aromatischer Vielfalt. Pinot Noir wird außerdem als hochwertige Grundweinsorte für Schaumwein verwendet.
Herkunft & Besonderheiten
Pinot Noir stammt nach Plantgrape aus dem Burgund. Der Branchenverband Bourgogne Wines beschreibt die Sorte als sehr alt und nennt 1375 als erste schriftliche Erwähnung unter Pinot Noir beziehungsweise Plant Fin. Über Jahrhunderte prägte sie die großen roten Burgunderweine und wurde zum wichtigsten roten Ausdruck vieler burgundischer Lagen. Außerhalb Frankreichs entwickelte sie sich ebenfalls zu einer Leitrebsorte; im US-Bundesstaat Oregon begannen David Lett und Charles Coury in den 1960er-Jahren mit bedeutenden Pflanzungen im Willamette Valley.
Die Trauben und Beeren sind klein, die Beerenhäute dünn und die Trauben kompakt. Plantgrape beschreibt Pinot Noir als früh reifend, hitzeempfindlich und anfällig für mehrere wichtige Krankheiten, insbesondere Falschen Mehltau, Rotbrenner, Graufäule und Rebzikaden. Gute Ergebnisse entstehen vor allem in gemäßigten Klimazonen auf Ton-Kalk-Terroirs bei niedriger bis mäßiger Wuchskraft und begrenzten Erträgen. In warmem Klima beschleunigt sich die Reife stark; überreife Beeren können rasch schrumpfen.
Weinprofil
Frucht
Würze
Sonstige
Anbau, Klima & Boden
- Austrieb
- etwa einen Tag nach Chasselas im Plantgrape-Referenzsystem
- Reifezeitpunkt
- früh; etwa eine halbe bis eine Woche nach Chasselas im Plantgrape-Referenzsystem
- Ertragsniveau
- beste Qualität bei begrenzten Erträgen
- Wuchskraft
- beste Ergebnisse bei niedriger bis mäßiger Wuchskraft
- Krankheitsanfälligkeit
- anfällig für Falschen Mehltau, Rotbrenner, Graufäule und Rebzikaden
- Schwierigkeit im Weinberg
- anspruchsvoll: krankheits- und hitzeempfindlich, sorgfältiges Ausbrechen und kontrollierte Erträge erforderlich
Geeignete Klimazonen
Geeignete Böden
Anbaugebiete & Zahlen
Wichtige Regionen
- Weltweite Anbaufläche
- 118.202 ha (OIV-Datenstand 2015)
- Hektar je Land
- Frankreich: 36.727 ha (2018, Plantgrape)
- Entwicklung der Fläche
- Frankreich: von 8.535 ha (1958) auf 36.727 ha (2018) laut Plantgrape; die OIV nennt Pinot Noir für 2000 bis 2015 als deutlich wachsende Sorte.
- Wichtigste Länder
- Frankreich, Vereinigte Staaten, Deutschland, Italien, Australien, Neuseeland
Weinbereitung & Genuss
Geeignet für
- Rotwein
- Schaumwein-Grundwein
Bekannte Weine
- Bourgogne Pinot Noir
- Côte de Nuits
- Côte de Beaune
- Champagne
Beziehungen zu anderen Sorten
Klone
Weitere Informationen
Identity
- Beschreibung
-
Pinot Noir ist eine rote Rebsorte aus dem Burgund und zählt zu den traditionsreichsten europäischen Keltertrauben. Sie bildet kleine, kompakte Trauben mit dünnhäutigen Beeren und kann unter geeigneten Bedingungen langlebige Rotweine von großer Finesse, Intensität und aromatischer Komplexität hervorbringen. Zugleich dient sie als hochwertige Grundweinsorte für Schaumwein. Ihr Stil reagiert besonders deutlich auf Herkunft und Klima: Das Spektrum reicht von eleganten, frisch wirkenden Weinen bis zu kräftigeren, strukturierten Ausprägungen. Die Sorte reift früh, bevorzugt gemäßigte Klimazonen und verlangt wegen Krankheitsanfälligkeit, Hitzeempfindlichkeit und enger Ertragsführung große Sorgfalt im Weinberg.
Häufige Fragen
Woher stammt Pinot Noir?
Plantgrape weist Burgund als Ursprungsregion aus. Bourgogne Wines nennt 1375 als erste schriftliche Erwähnung unter der Bezeichnung Pinot Noir beziehungsweise Plant Fin.
Welche Weine entstehen aus Pinot Noir?
Die Sorte kann langlebige Rotweine mit Finesse, Intensität und aromatischer Komplexität hervorbringen. Plantgrape bestätigt außerdem ihre Bedeutung als hochwertige Grundweinsorte für Schaumwein.
Wie schmeckt Pinot Noir typischerweise?
Der Stil hängt stark von Herkunft und Jahrgang ab. Bourgogne Wines nennt unter anderem Kirsche, schwarze Johannisbeere, Pfeffer und Zimt; mit Reife können Pilz-, Trüffel- und Ledernoten entstehen.
Warum gilt Pinot Noir als anspruchsvoll im Anbau?
Die Sorte ist gegenüber mehreren Krankheiten sowie Hitze empfindlich. Plantgrape empfiehlt kontrollierte Wuchskraft, begrenzte Erträge und sorgfältiges Ausbrechen, um hochwertige Trauben zu erzeugen.
Wann reift Pinot Noir?
Pinot Noir reift früh. Im Plantgrape-Referenzsystem liegt die Traubenreife ungefähr eine halbe bis eine Woche nach Chasselas; in warmen Klimazonen kann sie sehr schnell fortschreiten.
Welche Regionen sind besonders mit Pinot Noir verbunden?
Burgund ist die historische Heimat. Weitere wichtige Bezüge sind Champagne sowie in den Vereinigten Staaten vor allem das Willamette Valley, wo Pinot Noir laut Oregon Wine Board die Leitrebsorte ist.