Cabernet Sauvignon
Cabernet Sauvignon zählt zu den international bedeutendsten roten Rebsorten und ist eng mit Bordeaux verbunden. Genetische Untersuchungen identifizierten Cabernet Franc und Sauvignon Blanc als Eltern; die Kreuzung entstand wahrscheinlich natürlich in Südwestfrankreich. Die Sorte treibt und reift vergleichsweise spät und bevorzugt ausreichend warme, lange Vegetationsperioden, idealerweise mit moderierendem maritimem Einfluss. Typisch sind mittel- bis vollmundige, farb- und strukturreiche Rotweine mit markantem Tannin und guter Eignung für längere Reife. Neben Bordeaux prägt Cabernet Sauvignon zahlreiche Weinregionen weltweit und wird sowohl sortenrein als auch als wichtiger Bestandteil klassischer Cuvées ausgebaut.
Rebsorten-Steckbrief
- Farbe
- rot
- Herkunftsland
- Frankreich
- Herkunftsregion
- Gironde/Bordeaux, Südwestfrankreich
- Erste Erwähnung
- Spätestens im 18. Jahrhundert war Cabernet Sauvignon im Gebiet westlich der Gironde, insbesondere in Médoc und Graves, gut etabliert.
- Entstehung
- Natürliche Kreuzung aus Cabernet Franc × Sauvignon Blanc; die Elternschaft wurde Ende des 20. Jahrhunderts durch DNA-Fingerprinting bestätigt.
- Typischer Stil
- Meist trockene, mittel- bis vollmundige Rotweine mit fester Tanninstruktur, tiefer Farbe und hohem Reifepotenzial; sowohl sortenrein als auch in Bordeaux-typischen Cuvées verbreitet.
Herkunft & Besonderheiten
Cabernet Sauvignon ist historisch eng mit Bordeaux verbunden. UC Davis beschreibt Bordeaux als wahrscheinlichsten Entstehungsraum; bereits im 18. Jahrhundert war die Sorte auf der linken Seite der Gironde in Médoc und Graves etabliert. 1997 wurde ihre Abstammung durch DNA-Fingerprinting wissenschaftlich geklärt: Cabernet Sauvignon ist ein Nachkomme von Cabernet Franc und Sauvignon Blanc. Die Kreuzung gilt als spontan entstanden, da für die betreffende Zeit keine gezielte Rebenzüchtung in Bordeaux bekannt ist.
Die Sorte zeichnet sich durch späten Austrieb und späte Reife aus. Dadurch ist sie im Frühjahr etwas weniger anfällig für Spätfrost, benötigt aber eine lange, ausreichend warme Vegetationsperiode. Die kleinen dunklen Beeren besitzen dicke, tanninreiche Schalen; daraus entstehen häufig strukturierte, farbintensive und langlebige Weine. Wine Australia nennt mäßig warme, möglichst maritime Klimabedingungen als besonders geeignet und weist auf die Bedeutung gut drainierter Standorte hin.
Weinprofil
Frucht
Blüten
Sonstige
Anbau, Klima & Boden
- Austrieb
- spät
- Reifezeitpunkt
- spät
- Ertragsniveau
- eher niedrig bis mäßig; historische und universitäre Quellen beschreiben Cabernet Sauvignon als vergleichsweise ertragsschwach beziehungsweise teils ausdünnungsbedürftig
- Frostempfindlichkeit
- Durch den späten Austrieb geringeres Risiko für Schäden durch Frühjahrsfrost als bei früh austreibenden Sorten; dies bedeutet keine generelle Frosthärte.
- Schwierigkeit im Weinberg
- anspruchsvoll: späte Reife verlangt ausreichend Wärme und eine lange Saison; kühle, trübe Spätsommer können die Ausreife deutlich beeinträchtigen
Geeignete Klimazonen
Geeignete Böden
Anbaugebiete & Zahlen
Wichtige Regionen
- Hektar je Land
- Australien: 24.682 ha Gesamtpflanzfläche (Datenstand 2019–2020, Wine Australia)
- Wichtigste Länder
- Frankreich, Vereinigte Staaten, Australien
Weinbereitung & Genuss
Geeignet für
- trockener Rotwein
- sortenreiner Rotwein
- Bordeaux-Cuvée
Ausbau
- Reifung in französischer Eiche
- lange Fassreifung von etwa 12 bis 24 Monaten
Speiseempfehlungen
- Lamm
- Rindfleisch
- dunkles Wild
- geschmorte Fleischgerichte
- fester Käse
Bekannte Weingüter
- Château Margaux
Beziehungen zu anderen Sorten
Elternsorten
Verwandte Sorten
Klone
Weitere Informationen
Identity
- Beschreibung
-
Cabernet Sauvignon zählt zu den international bedeutendsten roten Rebsorten und ist eng mit Bordeaux verbunden. Genetische Untersuchungen identifizierten Cabernet Franc und Sauvignon Blanc als Eltern; die Kreuzung entstand wahrscheinlich natürlich in Südwestfrankreich. Die Sorte treibt und reift vergleichsweise spät und bevorzugt ausreichend warme, lange Vegetationsperioden, idealerweise mit moderierendem maritimem Einfluss. Typisch sind mittel- bis vollmundige, farb- und strukturreiche Rotweine mit markantem Tannin und guter Eignung für längere Reife. Neben Bordeaux prägt Cabernet Sauvignon zahlreiche Weinregionen weltweit und wird sowohl sortenrein als auch als wichtiger Bestandteil klassischer Cuvées ausgebaut.
Serving
- Speiseempfehlungen
-
- Lamm
- Rindfleisch
- dunkles Wild
- geschmorte Fleischgerichte
- fester Käse
Häufige Fragen
Woher stammt Cabernet Sauvignon?
Als wahrscheinlichster Entstehungsraum gilt Bordeaux beziehungsweise die Gironde in Südwestfrankreich. Bereits im 18. Jahrhundert war Cabernet Sauvignon in Médoc und Graves auf der linken Seite der Gironde etabliert.
Welche Elternsorten hat Cabernet Sauvignon?
Cabernet Sauvignon ist eine natürliche Kreuzung aus Cabernet Franc und Sauvignon Blanc. Diese Elternschaft wurde durch DNA-Fingerprinting bestätigt und gilt heute als gut abgesichert.
Wie schmeckt Cabernet Sauvignon typischerweise?
Typisch sind trockene, mittel- bis vollmundige Rotweine mit ausgeprägter Struktur und festem Tannin. Häufig werden dunkle Fruchtaromen beschrieben; konkrete Aromatik und Intensität variieren jedoch deutlich mit Herkunft, Reife und Ausbau.
Welche Klimabedingungen braucht Cabernet Sauvignon?
Die spät reifende Sorte benötigt eine lange, ausreichend warme Vegetationsperiode. Besonders geeignet sind mäßig warme Standorte mit moderierendem Einfluss; zu kühle Spätsommer können die vollständige Reife erschweren.
Wird Cabernet Sauvignon nur sortenrein ausgebaut?
Nein. Neben sortenreinen Weinen ist Cabernet Sauvignon ein klassischer Bestandteil von Bordeaux-Cuvées, häufig zusammen mit Merlot und Cabernet Franc. In Australien wird die Sorte zudem unter anderem mit Shiraz verschnitten.